Die Zehn-zu-eins-Regel
Die nützlichste Faustregel beim Drucken von QR-Codes:Der Code sollte etwa ein Zehntel der Entfernung messen, aus der er gescannt wird.
| Gescannt aus | Mindestgröße | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 20 cm | 2 cm | Visitenkarte, Kassenbon |
| 30 cm | 3 cm | Tischaufsteller, Speisekarte, Verpackung |
| 1 m | 10 cm | Thekenschild, Plakat aus der Nähe |
| 3 m | 30 cm | Wandplakat, Schaufenster |
| 10 m | 1 m | Großplakat, Gebäudebeschriftung |
Die Regel ist absichtlich vorsichtig. Handykameras unterscheiden sich enorm, das Licht ist selten ideal, und Leute halten ihr Gerät in allen möglichen Winkeln. Etwas Luft einzuplanen kostet nichts; zu merken, dass der Code zu klein ist, kostet einen Nachdruck.
Mindestgröße berechnen
Nichts wird übertragen — das läuft in Ihrem Browser und nutzt dieselben Werte wie der Generator.
17 Bytes
Höhere Stufen überstehen mehr Beschädigung, fassen aber weniger — der Code wird größer. FigQR nutzt H.
Bestimmt durch den Leseabstand. Der Inhalt würde bei 1.5 cm passen, aber ein Code aus 25 cm Entfernung braucht etwa ein Zehntel davon in der Breite.
- Version
- 3
- Module
- 29 × 29
- Pro Modul
- 0.86 mm
- Mit Ruhezone
- 3.2 cm
Eine Untergrenze, keine Garantie. Farbauftrag auf ungestrichenem Papier, Spiegelungen hinter Glas und ein schräg gehaltenes Handy kosten Reserve, die keine Rechnung sieht — drucken Sie einen Test in Originalgröße auf dem echten Material, bevor Sie eine Auflage bestellen.
Die Datenmenge ändert alles
Die Regel oben geht von einem kurzen Link aus. Die Länge des Inhalts verschiebt das Bild, denn ein QR-Code ist ein Raster aus Modulen — den einzelnen Quadraten — und mehr Daten heißt mehr davon.
- Version 2 (25×25 Module) — ein kurzer Link wie
figqr.com - Version 6 (41×41) — eine übliche URL mit ein paar Parametern
- Version 10 (57×57) — ein WLAN-Zugang oder eine kurze vCard
- Version 15 (77×77) — eine vollständige Kontaktkarte
Bei gleicher physischer Größe hat ein Code der Version 15 Module, die etwa ein Drittel so breit sind wie bei Version 2. Die praktische Untergrenze im Druck liegt bei etwa0,5 mm pro Modul — darunter fangen normale Kameras an zu versagen.
Ein dichter Code muss also physisch größer werden, nicht nur technisch gültig sein. Unser Generator zeigt beim Tippen die Version und eine empfohlene Mindestgröße an — dieser Zahl solltest du mehr trauen als jeder allgemeinen Regel.
Die Ruhezone gehört zum Code
Jeder QR-Code braucht ringsum einen freien Rand — mindestens vier Module breitauf allen Seiten. Das steht in der Spezifikation, es ist keine Gestaltungsfrage. Scanner erkennen an der leeren Fläche, wo das Muster beginnt.
Sie wegzuschneiden ist eine der häufigsten Ursachen für einen Code, der „manchmal funktioniert“:
- Text oder eine Umrandung, die bis an die Kante läuft.
- Der Code eng in eine Ecke des Layouts gesetzt.
- Ein Hintergrundbild, das durch den Rand scheint.
Kontrast, und warum invertierte Codes scheitern
Scanner suchen dunkle Module auf hellem Grund. Diese Erwartung steckt fest in vielen Dekodier-Programmen.
- Dunkel auf hell — funktioniert immer.
- Hell auf dunkel — viele Scanner kommen damit klar, etliche nicht. Bei allem, was in Auflage gedruckt wird, lieber lassen.
- Auf einem Foto oder Muster — unzuverlässig. Wenn das Design es verlangt, setz den Code auf eine einfarbige helle Fläche.
- Kontrastarme Paare — Mittelgrau auf Beige kann elegant aussehen und schlecht scannen. Achte auf einen deutlichen Helligkeitsunterschied, nicht nur auf einen Farbunterschied.
Das Material zählt mehr, als die meisten denken
- Thermopapier für Kassenbons — von Haus aus kontrastarm, und es verblasst. Druck größer als die Regel sagt, mindestens 2,5 cm.
- Mattes und strukturiertes Papier — streut das Licht. Rechne 20 % auf die Größe drauf.
- Glänzende Oberflächen — Spiegelungen können unter Deckenlicht einen Teil des Codes auslöschen. Mattes Laminat ist sicherer als glänzendes.
- Stoff und gewölbte Flächen — verzerren das Raster. Deutlich größer gehen und am echten Objekt testen.
Nimm SVG für alles Gedruckte
Ein PNG ist ein festes Raster aus Pixeln. Skalier es hoch, und die Kanten werden weich; weiche Kanten auf kleinen Modulen sind genau das, was einen Scanner aufgeben lässt. Ein SVG ist eine mathematische Beschreibung und druckt in jeder Größe scharf, von der Visitenkarte bis zum Großplakat.
PNG ist für Bildschirme — E-Mails, Folien, Webseiten — wo die Größe schon feststeht.
Teste am echten Objekt
Der einzige Test, der zählt:
- Druck ihn in der echten Endgröße, auf dem echten Material.
- Scann ihn aus der Entfernung, in der die Leute wirklich stehen werden.
- Probier ein älteres Handy, nicht nur ein aktuelles.
- Probier es im echten Licht — dunkle Restaurants und pralle Sonne lassen beide Codes scheitern.
- Lass jemand anderen ran, ohne zu sagen, wohin er halten soll.
Auf dem Bildschirm zu prüfen beweist so gut wie nichts. Fast jeder gescheiterte QR-Code da draußen hat auf dem Monitor der Gestalterin perfekt funktioniert.