Was in einem Kontakt-QR-Code wirklich steckt
Keinen Link zu einem Profil — die Visitenkarte selbst, in einem Klartextformat namens vCard, das Handys seit Jahrzehnten verstehen:
BEGIN:VCARD
VERSION:3.0
N:Lovelace;Ada;;;
FN:Ada Lovelace
ORG:Example GmbH
TITLE:Engineer
TEL;TYPE=CELL:+49 170 1234567
EMAIL:hello@example.com
URL:https://example.com
END:VCARDLiest eine Kamera das, erkennt das Handy den Kopf BEGIN:VCARD und bietet an, den Kontakt zu speichern. Kein Server, keine App, kein Empfang nötig.
Beachte die zwei Namensfelder. N: ist strukturiert — Nachname, dann Vorname — undFN: ist der Anzeigename. Beide müssen vorhanden sein, und FigQR baut sie aus dem, was du eintippst.
Auf die Dichte kommt es an
Hier unterscheiden sich Kontaktcodes von allen anderen. Eine kurze URL hat rund 25 Zeichen, eine vollständige vCard eher 250. Zehnmal so viele Daten bedeuten ein deutlich dichteres Raster — und dichte Codes versagen in kleinen Druckgrößen längst, bevor sie für das menschliche Auge falsch aussehen.
Der Generator zeigt beim Tippen Version und empfohlene Mindestgröße an. In der Praxis:
- Name, Telefon, E-Mail — entspannt, scannt zuverlässig von einer Visitenkarte.
- Dazu Firma und Position — bei üblichen Kartengrößen immer noch unproblematisch.
- Alle Felder ausgefüllt — oft Version 10 oder höher, was rund 3 cm braucht und auf strukturiertem oder mattem Karton unzuverlässig wird.
Wirkt der Code unruhig, ist die Lösung, ein Feld zu streichen statt den Code zu verkleinern. Die Website fliegt meist zuerst raus — die finden die Leute auch über deinen Namen.
Warum es kein Foto-Feld gibt
vCard unterstützt technisch ein eingebettetes Foto, und das ist eine Falle. Das Bild muss base64-kodiert in den Text, was selbst aus einem kleinen komprimierten Porträt tausende Zeichen macht — meist mehr, als ein QR-Code überhaupt fassen kann. In den seltenen Fällen, in denen es passt, ist das Ergebnis so dicht, dass Handys es im Druck nicht mehr lesen.
Jede Kontakt-App holt sich das Foto ohnehin woanders her. Der Platz im Code lohnt sich nicht.
vCard oder ein Link zu deinem Profil?
Beides ist sinnvoll, aus unterschiedlichen Gründen.
- vCard — landet direkt im Adressbuch, funktioniert ohne Empfang, verlangt von keiner Seite ein Konto und kann nicht kaputtgehen. Besser für alles Gedruckte.
- Ein Link — bleibt aktuell, wenn sich deine Daten ändern, und kann ein reichhaltigeres Profil zeigen. Besser, wenn die Beziehung weitergeht statt bei einem Händedruck zu enden.
Es gibt einen Mittelweg: Trag deine persönliche Website ins URL-Feld der vCard ein. Die Kontaktdaten landen direkt im Handy, und der Link bleibt nützlich, auch wenn sich deine Position ändert.
Auf eine Visitenkarte drucken
Karten sind die schwierigste Oberfläche für einen QR-Code: klein, oft matt oder strukturiert, manchmal dunkel. Drei Dinge zählen hier mehr als anderswo — schick Vektor statt eines skalierten PNG, lass den weißen Rand auf allen vier Seiten frei, und bleib dunkel auf hell, denn invertierte Codes scheitern an vielen Scannern.
Die ausführliche Fassung — Größe für 85×55 mm, wo auf der Karte er sitzen sollte, welche Farben und Kartons zu meiden sind — steht auf der SeiteVisitenkarten-QR-Code.
Wo es sonst noch funktioniert
E-Mail-Signaturen, Konferenzausweise, die Rückseite eines Laptops, die letzte Folie eines Vortrags. Überall dort, wo jemand deine Daten in den zwei Sekunden will, bevor er weitergeht — und genau das ist das eigentliche Argument für einen Kontaktcode gegenüber einem „ich schreib dir dann".